
Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & KG
Über uns
Die Berger Gruppe entwickelt und baut CNC-gesteuerte Schleifmaschinen für verschiedene Industrien wie die Schneidwaren-, die Werkzeug-, die Automobil- und die Luftfahrtindustrie.
Jedes Jahr werden von insgesamt 80–110 Neuanlagen 10–12 neuartige Maschinentypen oder neuartige Produktionsprozesse fertiggestellt. Das Unternehmen setzt als Robotersystemhaus von ABB und KUKA hauptsächlich Roboter zur Automation der Maschinen ein. Dabei werden die Roboter sowohl zum Handling als auch zur Werkstück- oder Werkzeugführung eingesetzt.
Entscheidend beim Einsatz der Automation ist die Zuführtechnik der zu bearbeitenden Bauteile. So ist die Entwicklung von Werkstückbereitstellung und Schnittstellen für andere Produktionsschritte ein wichtiges Arbeitsgebiet des Unternehmens.
Durch neueste Möglichkeiten der breitbandigen Konnektivität und Digitalisierung in der Produktion wurden Schnittstellen für Industrie 4.0 Applikationen mit vernetzter Sensorik, Signalauswertung und Integration von fahrerlosen Transportsystemen für die Maschinen entwickelt.
In den letzten beiden Jahrzehnten ist unter der operativen Führung der Heinz Berger Maschinenfabrik GmbH & Co. KG die Gruppe durch Zukauf von fünf weiteren Maschinenbauunternehmen gewachsen. Diese sind als Marken in der Berger Gruppe verschmolzen.
Das Anwachsen der Mitarbeiterzahl sowie die Vergrößerung der Produktpalette bewirkte eine Firmenerweiterung am Standort Wuppertal-Cronenberg. Heute beschäftigt die Gruppe 195 Mitarbeiter auf 9.000 m² Produktions- und Bürofläche und erwirtschaftet jährlich einen Umsatz von ungefähr 27 Mio. €.
Die Produktpalette besteht im Kern aus ca. 250 CNC-gesteuerten Maschinentypen sowie über 1100 Roboterintegrationen.
Produkte & Dienstleistungen
Voll automatisierte Bearbeitung von großvolumigen Gussteilen
Entgraten von groß-volumigen Gussteile Die vollautomatisierte Roboterzelle ist zum Entgraten von großvolumigen Werkstücken – z. B. aus Grauguss – konzipiert. Die Zuführung wird kundenseitig über eine Be- und Entladeposition durchgeführt. Ab da erfolgt die Bearbeitung des Werkstücks vollautomatisch. Das Werkstück wird zur Bearbeitung innerhalb der Fertigungsstelle auf einem CNC-Rundtisch positioniert. Die Rundtischachse ist vollständig in die Robotersteuerung integriert. Das Werkstück wird mit unterschiedlichen rotierenden Werkzeugen wie z. B. Schleifscheibe oder Fräser bearbeitet. Ein Werkzeugwechsel wird in Abhängigkeit von der Bearbeitungsaufgabe getätigt und erfolgt aus einem Wechselmagazin heraus. Die Bearbeitung wird mittels Offline-Programmierung – z. B. über RobotStudio – vorbereitet. Der Roboter ist mit einer Kraft-Momenten-Sensorik ausgestattet, so dass eine nahezu übergangslose Bearbeitung von Konturverläufen möglich ist. Dank zusätzlicher Messtechnik kann diese Roboterzelle als Turn-Key-Solution angeboten werden.
Berger Automation Cube
Der Berger Automation Cube (BAC) ist eine flexible Automationslösung für Produktionsanlagen. Er kann Produktionsmaschinen be- und entladen oder als Bearbeitungsroboter Werkstücke während der Bearbeitung führen. Der Cube ist flexibel für unterschiedliche Bearbeitungszellen wechselnd einsetzbar und kann auch nachträglich noch in Produktionszellen integriert werden. Durch die integrierte Sensorik in Form eines Laserscanners wird der vorher festgelegte Arbeitsbereich des Cobots abgescannt, um eine zusätzliche Sicherheitsfunktion zu gewähren. Dank dieser Vorrichtung kann/darf der Cobot im Gegensatz zum Industrieroboter ohne Schutzumhausungen eingesetzt werden. Die Anwendungsfälle können je nach Anforderungen als Pickand- Place-Anlage oder als Lösung zur Bereitstellung von Rohteilen eingesetzt werden. Als allein agierende Maschine kann der BAC auch Werkstücke entgraten oder schärfen. Dafür können Rohteile in den Ablagefächern/Schubladen bereitgestellt und einzeln abgearbeitet werden. Die sowohl hardware-, als auch softwareseitige Integration der Kamera erlaubt die Verwendung nativer Visionaufgaben auf der Robotersteuerung. Sogenannte Landmarks (Orientierungsmarker) ermöglichen dem Roboter eine nahtlose Referenzierung zu seiner Umwelt. So kann beispielsweise für das Be- und Entladen einer Maschine die Position einer Vorrichtung oder eines Magazins durch die Erkennung eines Landmarks erfasst und die Aufgabe prozesssicher ausgeführt werden. Dies vereinfacht das Arbeiten mit dem BAC für den Bediener. Neben der Landmark-Erkennung, können viele weitere Vision-Algorithmen verwendet werden. Über Pattern Recognition können beispielsweise wiederkehrende Muster erkannt werden. Auch KI-Algorithmen, beispielsweise für die Erkennung von ungeordneten Teilen im Durchlichtverfahren, können direkt auf der Steuerung programmiert und genutzt werden.

Roboterzelle zur vollautomatisierten Bearbeitung von Messerklingen
Die präsentierte Bearbeitungszelle schleift und schärft voll-automatisiert Klingen von Sport- und Küchenmessern. Die Rohteile werden über zwei Magazinsysteme zu- und wieder abgeführt. Über vier Roboter wird das Werkstück aufgenommen, in eine Seiten-Flächenschleifmaschine eingelegt und im Anschluss an einer Bandschleifstation und einer Polierstation bearbeitet.